Tunesien

Tunesien

  • Medina
  • Karthago
  • Halbinsel Cap Bon

Das Maghrebland am Schnittpukt zwischen Orient und Okzident hat nicht nur feinsandige Strände und Erholung pur zu bieten. Unweit der Ferienzentren von Hammamet, Sousse und Monastir entfaltet sich in den Gässchen und auf den Märkten mauerumgürteter Städte orientalisches Leben.

1. Tag     Deutschland – Tunis

Flug von Deutschland nach Tunis. Nach der Ankunft Begrüßung durch Ihren Reisebegleiter und Transfer zum Hotel. Nutzen Sie die Zeit vor dem Abendessen zu einem ersten Orientierungsspaziergang rund um das Hotel.

2. Tag     Tunis

Nach dem Frühstück lernen Sie die Hauptstadt Tunis mit ihren Sehenswürdigkeiten kennen. Zunächst besuchen Sie die Medina. Sie ist das historische und kulturelle Herz von Tunis (seit 1981 Weltkulturerbe der UNESCO) und der beste Ort, einen Eindruck von der orientalischen Atmosphäre der Stadt zu erhalten. Eine der ältesten Sehenswürdigkeiten der Medina ist die Ölbaum-Moschee Djama ez Zitouna, die zweitgrößte Moschee des Landes.  Sie tauchen in die Welt der orientalischen Basare ein und besuchen u.a. den Souk El Kemech (Stoffmarkt), den Souk El Berka (Juwelenmarkt, früherer Sklavenmarkt) sowie den Souk el Attarine, wo besonders mit Duftseifen, aromatischen Ölen und wohlriechenden Gewürzen gehandelt wird. Nach der Besichtigung des Dar Ben Abdalla Palasts verlassen Sie die Enge der Medina, um die Ville Nouvelle zu erkunden, die von alten französischen Gebäuden mit schmiedeeisernen Balkongittern gesäumt ist. Dies verleiht dem Stadtteil eine ausgesprochen europäische Atmosphäre. Sie besichtigen die Kathedrale von St. Vincent de Paul, deren Architektur eine sehr ungewöhnliche Mischung klassischer Baustile aufweist, von gotisch über byzantinisch bis zu nordafrikanisch, und das Theater mit seiner weißen Jugendstilfassade. Abends Rückkehr ins Hotel für Abendessen und Übernachtung.

3. Tag     Tunis – Karthago – Sidi Bou Said – Tunis

Die erste Station am heutigen Tag ist die alte punische Hauptstadt Karthago, die viele Jahrhunderte lang das Schicksal des westlichen Mittelmeers bestimmte. Hier hat Hannibal gekämpft und gegen Rom verloren. Heute ist es ein moderner Villenvorort von Tunis. An der Stätte des antiken Karthago gibt es noch viel zu sehen: Die Thermen des Antonius, die Punischen Häfen, das römische Theater, den Tophet (Friedhof für geopferte Kinder) und das Byrsa Viertel. Nachmittags geht es weiter in das malerische Künstlerdorf Sidi Bou Said. Dessen Beschaulichkeit haben die deutschen Expressionisten August Macke und Paul Klee während ihrer Tunis-Reise im Jahr 1914 in ihren Gemälden und Aquarellen dargestellt. Die weißen Dörfer mit ihren blauen Türen und den mit Schmiedeeisen vergitterten Fenstern liegen an einem Hügel, der zum Meer abfällt. Dort gibt es einen Yachthafen. Rückfahrt zum Hotel.

4. Tag     Tunis

An diesem Tag besuchen Sie das Bardo-Museum. Das Museum war früher ein Herrscherpalast, der in einem großzügigen und gepflegten Park liegt. Die Ausstellungsräume befinden sich im ehemaligen Harem des Palasts mit seinen reich dekorierten Decken. Zu sehen sind Modelle von antiken Stätten, Steinwerkzeuge,  Schmuck, Sarkophage, Statuen, Lampen und vieles mehr. Weltberühmt ist das Museum durch seine Sammlung römischer Mosaike. Nach einem Ausflug in die Geschichte kehren Sie in das moderne Tunis zurück und besuchen den Kasba Platz und den Dar Othman – einen der ältesten Paläste von Tunis, unter Othman Bey (1594-1610) errichtet. Besonders eindrucksvoll ist die Fassade mit ihrer zweifarbigen geometrischen Dekoration. Rückkehr zum Hotel am frühen Abend.

5. Tag     Tunis – Halbinsel Cap Bon – Monastir

Heute verlassen Sie die Hauptstadt Tunis und fahren zunächst nach Kourbous, wo Sie ein Fußbad in der Quelle Ain El Atrous nehmen können. Entspannt geht es danach weiter zum Städtchen El Haouaria, welches direkt unterhalb der nördlichen Felsspitze des Cap Bon liegt. Die fruchtbare Halbinsel im Nordwesten Tunesiens ragt weit ins Mittelmeer in Richtung Sizilien. Hier gibt es einige wunderschöne Strände, die Hauptattraktion sind allerdings die an der Küste gelegenen Römischen Steinbrüche, drei Kilometer westlich des Zentrums.  Sie besichtigen die unterirdischen Schächte, die angelegt wurden, weil die Steinbruchbetreiber seinerzeit entdeckten, dass die Qualität der Steine an der Basis besser war als an der Oberfläche. Anschließend Weiterfahrt zur karthagischen Ruinenstätte Kerkouane. Die Stadt wurde im 6. Jh. gegründet und 300 Jahre später von den Römern zerstört. Ausgrabungen im Jahre 1962 brachten sie wieder ans Tageslicht. Nach einer Führung durch die Anlage geht es weiter nach Kelibia im nordöstlichen Teil der Halbinsel gelegen. Das Stadtbild wird von einer sagenhaften Festung aus dem 6. Jh. bestimmt, die auf einer 150 Meter hohen Anhöhe über dem Meer liegt und über den Hafen wacht. Nach einer Mittagspause führt Sie die Tour weiter nach Nabeul, der Provinzhauptstadt der Halbinsel Cap Bon. Diese zählt heute mit ihren handwerklichen und industriellen Betrieben zu den wichtigsten Städten des Landes. Am bekanntesten wurde sie durch die Töpferkunst, die noch auf römische Ursprünge zurückgeht. Zur handwerklichen Tradition von Nabeul gehören außerdem das Anfertigen von feinen Stickereien und die Herstellung von Parfums. Bevor Sie mit dem Bus nach Monastir fahren, machen Sie Halt in Hammamet. Dort besichtigen Sie das „Maison de Sébastien“, eine Villa, die 1927 für den rumänischen Aristokraten George Sebastian im arabischen Stil errichtet wurde und als eine der schönsten Villen des Mittelmeers gilt. Danach fahren Sie in die Medina Hammamets. Diese liegt direkt am Meer. Von den Türmen der goldbraunen Kasbah hat man einen herrlichen Ausblick zur Halbinsel Cap Bon. Abends Ankunft in Monastir. Check-In im Hotel, Abendessen und Übernachtung.

6. Tag     Monastir – Kairouan – El Djem – Monastir

Nach dem Frühstück Abfahrt in die heilige Stadt Kairouan. Sie ist die vierte heilige Stätte des Islams nach Mekka, Medina und Jerusalem.  Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein in den verwinkelten Souks, im Labyrinth der Gassen und Gänge. Mehrmals täglich kann man dort das Konzert unzähliger Muezzine von den über 100 Minaretten tönen hören. Nach einem Altstadtrundgang, inklusive Besichtigung der Großen Moschee Okba, der sogenannten „Babiermoschee“, der Aghlabiden Becken und eines Teppichateliers, folgen Sie der Route einer alten Römerstraße und erreichen eines der gigantischsten Überbleibsel des römischen Reiches auf afrikanischem Boden: dem Amphitheater von El Djem. Dies ist das zweitgrößte erhaltene antike Bauwerk in Afrika nach den Pyramiden in Ägypten und das drittgrößte Amphitheater, das die Römer je gebaut haben, nach dem Kolosseum in Rom und dem Amphitheater von Karthago, das jedoch zerstört wurde. Bis in eine Höhe von 36 Metern schieben sich die Steinmassen. Seit dem Ende des römischen Reiches tobten hier verschiedene Kämpfe, zuletzt bekriegte sich die Wehrmacht mit den Engländern. Am späten Nachmittag Rückkehr nach Monastir. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

7. Tag     Monastir – Sousse – Monastir

Heute unternehmen Sie einen ganztägigen Ausflug nach Sousse. Die Hauptstadt des Sahels liegt am Meer und ist von ertragreichen Olivenplantagen, Gemüse- und Obstgärten umgeben. Die Stadt hatte schon bei den Römern den Beinamen „frugifera”, die Fruchtbare. Die gut erhaltene Stadtmauer der Medina stammt aus der Zeit der Aghlabiden (9. Jh.). Am höchsten Punkt der Stadt liegt die Kasbah mit ihrem Leuchtturm. Sie ist eine Festung aus dem 9. Jh. und beherbergt ein archäologisches Museum, das „Musée Céramique. Besonders erwähnenswert sind hier die Mosaike von El Djem, auf denen Geschichten aus der römischen und griechischen Mythologie, erste frühchristliche Bilder und Szenen aus dem Alltag, wie z.B. eine Art Speisekarte, dargestellt sind. Nicht zu übersehen ist der Ribat, eines der beachtlichsten Bauwerke des islamischen Nordafrikas. Gleich nebenan liegt die große Moschee. Beide Bauten stammen ebenfalls aus der Zeit der Aghlabiden. Rückfahrt zum Hotel. Abendessen und Übernachtung.

8. Tag     Monastir

Heute steht Ihnen der Tag zur freien Verfügung, um Monastir zu erkunden. Das antike Ruspina war einst Stützpunkt des Afrika-Feldzugs von Julius Cäsar. Seinen jetzigen Namen bekam Monastir durch ein frühchristliches Monasterium. Monastir ist auch ein bekannter Sommerbadeort, in dem es an nichts fehlt. Genießen Sie einen Tag am Strand oder bummeln Sie durch das alte Stadtviertel Chraga, welches vollständig restauriert wurde und eine große Zahl an Straßencafés und typischen Restaurants beherbergt. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

9. Tag     Monastir – Deutschland

Transfer vom Hotel zum Flughafen und Rückflug von Monastir nach Deutschland.